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Computergraphik – Computerkunst
Herbert W. Franke
F. Bruckmann KG · München 1971 · ca. 140 S.
📖 Inhalt & Beschreibung
Dieses Buch von Herbert W. Franke (1927–2022) ist das erste umfassende Lehrbuch zur Computergrafik und enthält gleichzeitig die erste Geschichtsdarstellung der Computerkunst. Es erschien 1971 beim Bruckmann Verlag in München und gilt als Meilenstein der digitalen Kunstgeschichte.
Historische Bedeutung
Franke war ein Pionier der Computerkunst in Europa. Bereits 1954 begann er mit Experimenten an Analogcomputern, gefolgt von Oszillogrammen (1956) und elektronischen Grafiken (1961/62). Seine erste Computergrafik entstand 1967 – die Serie QUADRATE, programmiert von Georg Färber in Fortran.
Das Buch dokumentiert:
- Die Entwicklung von wissenschaftlichen Bildgebungsverfahren zu ästhetischen Experimenten
- Die erste europäische Ausstellung elektronisch erzeugter Bilder 1959 im Museum für Angewandte Kunst Wien
- Technische Grundlagen von Analogcomputern (1950er) zu Großrechnern (1960er)
- Interaktive Programme wie ORCHID, TROPIC, WALDWOHN, ABROLL3, RAHMEN4 (1984–1992)
Inhaltliche Schwerpunkte
| Bereich | Beschreibung |
|---|---|
| Geschichte | Entwicklung der digitalen Kunst von den 1950ern bis 1971 |
| Algorithmus & Zufall | Computer als Partner des Künstlers – analytische Strukturen moduliert durch rechnergenerierten Zufall |
| Code als Kunst | Der Programmcode als zentrales Element, nicht das Einzelbild |
| Technik | Flussdiagramme, Programmiersprachen (Fortran), Zellularautomaten |
| Disziplinen | Grafik, Skulptur, Film, Musik, Architektur, Theater, Tanz |
Ästhetische Theorie
Franke entwickelte eine eigene Ästhetik der digitalen Kunst, beeinflusst von Max Bense und seiner Informationstheorie. Er sah in der Computerkunst ein „ungeahntes künstliches Neuland" – eine direkte Fortsetzung seiner früheren Theorie in Kunst und Konstruktion (Bruckmann 1957).
🎨 Über den Autor
Herbert W. Franke (1927–2022) war:
- Pionier der Computerkunst in Europa
- Mitbegründer der Ars Electronica (Linz, 1979)
- Science-Fiction-Autor (ab 1955, z. B. „Der Orchideenkater")
- Höhlenforscher und Zukunftsforscher
- Visionär des Metaverse (ab 1979)
Frankes Werk umfasst fünf Jahrzehnte künstlerischer Produktion, theoretischer Schriften und technologischer Innovation.
Die Sammlung Franke
Franke sammelte Computerkunst der 1960er–1980er Jahre. Diese Sammlung Franke befindet sich als Dauerleihgabe in der Kunsthalle Bremen (Ausstellung Ex Machina 2007) und ist eines der bedeutendsten Archive früher digitaler Kunst.
🏛️ Kunsthistorische Einordnung
| Feld | Information |
|---|---|
| Epoche / Bewegung | Computerkunst, Digitale Kunst, Generative Kunst, Zeitgenössisch |
| Thematische Schwerpunkte | Algorithmus, Code, Zufall, Interaktivität, Digitale Ästhetik |
| Geografischer Bezug | Europa (Österreich, Deutschland), international |
| Zeitlicher Kontext | 1954–1971 (Entstehung) bis heute (Rezeption) |
Einfluss und Nachwirkung
Franke beeinflusste Generationen von Künstlern:
- Frieder Nake
- Georg Nees
- Manfred Mohr
- Vera Molnár
- Harold Cohen (AARON)
Sein Buch ist bis heute ein Standardwerk für:
- Studierende der digitalen Kunst
- Sammler früher Computerkunst
- Museen und Archiven (ZKM Karlsruhe, Stiftung Herbert W. Franke)
⭐ Bedeutung & Rezeption
„Computergraphik – Computerkunst" gilt als:
- Grundlegendes Werk der digitalen Kunstgeschichte
- Erstes Lehrbuch zur Computergrafik überhaupt
- Dokumentation der Pionierphase der Computerkunst
- Theoretische Grundlage für generative und algorithmische Kunst
Das Buch wurde 1971 auch auf Englisch übersetzt (Computer Graphics – Computer Art, Phaidon Publishers, London/New York).
💶 Preis & Verfügbarkeit
| Neupreis | Vergriffen (1971: ca. DM 48) |
| Ab | € 50–120 (antiquarisch) |
| Lieferstatus | Nur antiquarisch erhältlich |
| Anbieter | AbeBooks, ZVAB, Antiquariate |
Hinweis: Als erstes Standardwerk der Computerkunst ist das Buch bei Sammlern und Institutionen sehr gefragt.
📍 Standort in der Bibliothek
| Lagerfach | C2 |
| Erfasst am | 2026-04-29 |
| Zustand | — |
| Signiert | Nein |
🔗 Quellen & Links
- ZKM Karlsruhe – Herbert W. Franke
- art meets science – Herbert W. Franke
- Digital Art Museum – Franke Publications
- Wikipedia – Herbert W. Franke
- Stiftung Herbert W. Franke
- ZVAB
📝 Persönliche Notizen
[Platz für eigene Anmerkungen, Lesenotizen, Querverweise]
Erfasst mit Perplexity sonar-pro (2 Queries) + Bildanalyse | 2026-04-29
BIBLIOTHEK
🎨 KI-generierte Illustration
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Modell: Flux1-dev (lokal)
Erstellt: 07.05.2026 05:44
